Veranstaltungen
Technikseminar von Cochlear
Das Technikseminar von Cochlear fand im Hotel "Excelsior" am Münchner Hauptbahnhof vom 24. bis 25. Juli 2009 statt.
Das Seminar richtete sich an die Leiter von CI-Selbsthilfegruppen aus ganz Bayern.
Die Themen waren:
- Begrüßung und Vorstellung von Cochlear und der Teilnehmer (Frau Erseker)
- "Aufbau und Funktion des Nucleus Cochlear Implant Systems" (Herr Dr. Hessel)
- "Sonderversorgungsformen und Ausblick in die Zukunft"(Herr Dr. Hessel)
- "Bedienung der Cochlear Soundprozessoren Theorie und Praxis" (Herr Dipl.Ing. Klüser)
Bereits vor Beginn der Veranstaltung am 24.7. um 14:00 Uhr konnten sich die teilweise von weit her angereisten Teilnehmer an einem kalten Büffett stärken. Meine Frau und ich erkannten unter den Teilnehmern viele alte Bekannte aus dem bay. LV der Schwerhörigen und Ertaubten (Peter Lottner, Lore Brendel, Conny Hager, Rosa Braun) und dem Bay. CI-Verband (Franz Hermann, Regine Zille, Christl Vidal, Helmut Rühr, Anna Stangl, Margit Gamberoni, Hannes Fabich, die beiden letztgenannten nur am Samstag). Auch die Evang. Schwerhörigen-Seelsorge und ein Herr Theilacker aus Würzburg waren da.
Die auswärtigen Teilnehmer übernachteten auch in dem Tagungshotel. Zum Abschluß gab es eine Teilnahme-Bescheinigung. Der Vortrag wurde mit einer Induktionsschleife und Bildern vom Beamer hörbehindertengerecht gestaltet. Freitagabend hatten wir ein festliches Abendessen in einem guten Münchner Lokal nahe dem Stachus.
Nun zu den Vorträgen: Es wurden zunächst die von Cochlear vertriebenen Produkte (neben CI?s auch knochenverankerte Hörgeräte) in Wort und Bild vorgestellt. Sogar ein Hybrid-System (CI und Hörgerät in einem) und kosmetische Gesichtsprothesen (etwa künstl Ohrläppchen bei mißbildetem Ohr) von Fremdfirmen werden heute angeboten).
Dann wurde vor allem das gegenwärtig vertriebene CI "Freedom" mit allem Zubehör (auch den wahlweise statt Batterien erhältlichen Akkus) vorgestellt. Ab und zu wurden aber auch Esprit 3G und Spectra erwähnt. Anschließend wurde dargestellt, wer als Kandidat für ein CI vom Hörvermögen her infrage kommt.
Im Teil "Aufbau und Funktion von CI-Systemen" ging es ins medizinische und technische Detail, auch unter die Haut. Es werden versch. Implantat- und Elektrodentypen und ihre Insertion in die Cochlea bei der Operation diskutiert. Dann ging es auch um die Zuverlässigkeit der CI?s und wie sie dargestellt bzw. verglichen wird. Die Neuronale Telemetrie läßt das Funktionieren bereits während der OP erkennen und hilft bei der Prozessoranpassung. Auch die verschiedenen Sprachkodierungsstrategien werden dargestellt und die Speicherung des Programmes bei der CI-Anpassung in einer "Map" werden erklärt.
Am Samstag folgte der Teil "Bedienung der Soundprozessoren". Hier wurden CI?s und das Zubehör nochmals, aber ausführlicher besprochen. Es kamen die Einstellknöpfe und Schalter zur Sprache, der Anschluß von Zubehör wurde gezeigt. Auch die digitalen Fehlermeldungen werden in Wort und Bild erklärt.
Nicht alle Semesterbesucher konnten an beiden Tagen durchgängig teilnehmen. Wegen der Vorbereitung unseres Münchner Sommerfestes war z.B. Else nur Freitag da, ich mußte Samstag früher gehen. Franz Hermann und Anna Stangl tauchten nachmittags dort für einige Stunden auf.
Herbert Egert





